Antonio Salieri – der Mann, der sein Leben der Musik widmete

Der Name Antonio Salieri ist weltweit bekannt. Er war ein italienisch-österreichischer Komponist, eine der berühmtesten Persönlichkeiten der europäischen Musikkultur des 18. und 19. Jahrhunderts, dessen Leben eng mit Wien verbunden war. Salieri leitete die italienische Operntruppe und die Hofmusikkapelle. Sein Werk umfasst mehr als 40 Opern und zahlreiche Instrumentalwerke, schreibt viennatrend.eu

Jugend und erste musikalische Schritte 

Antonio wurde 1750 in der kleinen Stadt Legnago in der Republik Venedig geboren. Schon in früher Kindheit zeigte Antonio Interesse an der Musik. Bald wurde sein älterer Bruder zu seinem Mentor. 1763 ereilte die Familie ein schweres Unglück. Mutter und Vater starben, und der Junge wurde zur Vollwaise. Das Kind erlebte diese Tragödie sehr schwer. Seine Vormundschaft übernahmen enge Freunde seiner Eltern aus Venedig. Diese Familie war wohlhabend und ermöglichte Antonio ein sorgenfreies Leben. Die neuen Eltern taten alles, damit ihr angenommener Sohn eine angesehene musikalische Ausbildung erhielt. 

Im Jahr 1766 lernte Salieri Florian Leopold Gassmann kennen, der Hofkomponist von Joseph II. war. Diese Begegnung war ein wahres Geschenk des Schicksals für Antonio. Der Mann schlug dem Jungen vor, nach Wien zu ziehen, und dieser willigte ein. In der großen Stadt angekommen, begann Salieri als Musiker am höfischen Operntheater zu arbeiten. Gassmann unterstützte den Jungen in allem und machte ihn mit guten Leuten aus der Oberschicht bekannt, die Salieri halfen, in seiner musikalischen Karriere erfolgreich zu sein.

Der kreative Werdegang

Als Gassmann verstarb, nahm Antonio dessen Platz ein und wurde Hofkomponist und Kapellmeister der Italienischen Oper in Wien. Zu dieser Zeit galt diese Position als eine der prestigeträchtigsten und bestbezahlten für Kulturschaffende. 1770 präsentierte der junge Komponist in Wien seine Oper „Le donne letterate“. Das Publikum nahm sein Werk positiv auf, und Salieri erlangte Berühmtheit. Die Wiener nahmen die Arbeit des Komponisten sehr herzlich auf, was ihn zur Schaffung einer Reihe weiterer Opern inspirierte: „Armida“, „La locandiera“. Bald erhielt Salieri den Auftrag, die Musik für die Eröffnung des Theaters „La Scala“ zu komponieren. Damals schuf Antonio die Oper „L’Europa riconosciuta“. 

1785, während eines Aufenthalts in Paris, lernte Salieri Beaumarchais kennen. Lange Zeit tauschten sie Wissen und Fähigkeiten aus. Aus ihrer engen Freundschaft ging die Oper „Tarare“ hervor. Die Inszenierung rief große Begeisterung bei Publikum und Kritikern hervor, und Antonio befand sich auf dem Höhepunkt seiner Popularität. 1787 trat der Kapellmeister Giuseppe Bonno in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Antonio Salieri. 

Lehrtätigkeit

Salieri war in Wien als Pädagoge bekannt; zu seinen Schülern zählten Schubert, Hummel, Weigl und Franz Liszt. Im Jahr 1804 präsentierte der Komponist sein Werk „Die Neger“, das von Kritikern und Publikum leider negativ bewertet wurde. Dies betrübte Antonio, und er beschloss, sich in der Lehrtätigkeit und der Wohltätigkeit zu versuchen. Von 1777 bis 1819 war Salieri als Dirigent tätig, und 1788 wurde er Leiter der Wiener Musikalischen Gesellschaft. Diese Vereinigung organisierte Wohltätigkeitskonzerte für die Witwen und Waisen von Wiener Musikern. Ab 1813 war der Komponist Mitglied des Komitees zur Organisation des Wiener Konservatoriums. Bald darauf wurde er Leiter dieser Organisation.

Es schien, als wäre alles gut, die Karriere entwickelte sich aktiv, und der Komponist war bei den Leuten beliebt. Doch das war nur so, bis Salieri des Mordes an Mozart beschuldigt wurde. Diese Zeit war die schwierigste in Antonios Leben und hinterließ einen negativen Abdruck auf seiner Gesundheit. Salieri bestritt seine Schuld bis zuletzt und sagte, er sei nicht am Tod des Komponisten beteiligt gewesen. Doch niemand glaubte ihm. Vor dem Hintergrund dieser Unannehmlichkeiten versuchte der Mann, sich das Leben zu nehmen. Danach wurde er in eine psychiatrische Klinik gebracht. Während seiner Behandlung gestand Salieri im Delirium, dass er Mozart doch ermordet habe. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Geständnis des Komponisten auf dem Hintergrund psychischer Anfälle abgelegt worden war.

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