Alfred Dorfer ist ein Wiener Kabarettist, Autor, Schauspieler und einer der bekanntesten Humoristen Österreichs, der durch seine satirischen Auftritte, Bühnenstücke und Fernsehprojekte berühmt wurde. Sein Schaffen umfasst ein breites Themenspektrum, von der politischen Lage bis hin zu absurden komödiantischen Situationen, was einen einzigartigen Stil schafft, der intellektuellen Humor mit tiefgründigen sozialen und politischen Kommentaren verbindet. Seine Werke sind zu einem Symbol des österreichischen Kabaretts und des satirischen Theaters geworden und im gesamten deutschsprachigen Raum weithin bekannt.
Die Wiener Bühne und die Fernsehshows, an denen er teilnimmt, sind zu einem Maßstab für anspruchsvollen Humor geworden, der sowohl zum Lachen als auch zum tiefen Nachdenken über aktuelle Probleme anregt. Mehr auf viennatrend.eu.
Frühe Jahre und Karrierebeginn

Alfred Dorfer wurde am 11. Oktober 1961 in Wien in einer Familie geboren, die nicht direkt mit dem Theater verbunden war, doch schon als Kind zeigte er Interesse an Kunst und Kultur. Dieses kreative Interesse führte ihn an die Universität Wien, wo er begann, Theaterwissenschaft und Germanistik zu studieren. Sein Drang zur Kreativität war jedoch so stark, dass er sein Studium ohne Abschluss abbrach, was sich letztendlich als vorteilhaft für seine zukünftige Karriere erweisen sollte.
In den 1980er Jahren begann Dorfer in den Wiener Theaterkreisen zu arbeiten. Durch seine satirischen Auftritte, die beim Publikum und bei den Theaterkritikern Anklang fanden, erlangte er zunehmend Anerkennung. Sein tadelloses Gespür für Humor und seine Fähigkeit, tiefgründige soziale Kommentare zu formulieren, ließen keinen Zuschauer unberührt.
1982 gründete Alfred Dorfer die Kabarettgruppe „Schlabarett“.
Bühnenstücke und Solokarriere

1991 schrieb und spielte Alfred Dorfer gemeinsam mit Josef Hader das satirische Stück „Indien“, das 1992 den Österreichischen Kabarettpreis erhielt. Es wurde auf deutschsprachigen Bühnen sehr beliebt, und 1993 verfilmte es Paul Harather mit Dorfer und Hader in den Hauptrollen. Dies war ein wichtiger Schritt in Dorfers Karriere.
Dorfer und Hader arbeiten oft auf der Bühne zusammen; ihr Duo wurde zum Symbol einer neuen Welle des österreichischen Kabaretts, das sich nicht nur auf leichten Humor beschränkte, sondern tiefgründige soziale, politische und kulturelle Kommentare umfasste.
Alfred Dorfers Karriere setzte sich mit Solo-Kabarettprogrammen fort. 1993 startete er seine Solokarriere mit dem Programm „Alles Gute“. Dies war der Beginn einer Reihe von Soloprogrammen, die ihm neue Auszeichnungen und Anerkennung beim Publikum einbrachten. In seinen Auftritten verband Dorfer Musik, Theater und Satire, was es ihm ermöglichte, verschiedene wichtige Themen wie Politik, soziale Probleme, menschliche Beziehungen und Kultur anzusprechen.
Er trat auch mit einem Musikertrio in den Programmen „Ohne Netz“, „Badeschluss“ und „heim.at“ auf, für die er 2002 den Deutschen Kleinkunstpreis erhielt. Diese Programme wurden sehr populär und machten Dorfer zu einem der beliebtesten Kabarettisten im deutschsprachigen Raum.
Später entwickelte er neue Programme wie „fremd“, „bisjetzt“ und „und…“, die sein Talent weiter bestätigten. Diese Programme griffen weitere wichtige Themen auf, darunter politische Fragen sowie soziale und aktuelle gesellschaftliche Probleme. Dorfers Auftritte in diesen Programmen zeichneten sich durch tiefgründige Aussagen aus, die beim Publikum sowohl Begeisterung als auch Nachdenken über komplexe Themen auslösten.
Dorfer ist auch als Filmschauspieler und Drehbuchautor für erfolgreiche österreichische Filme tätig. Zu seinen Arbeiten gehören „Muttertag“, „Freispiel“ sowie „Hinterholz 8“ und „Wanted“.
Im Jahr 2000 wurde Dorfer bereits mit der „Goldenen Romy“ als beliebtester Schauspieler ausgezeichnet.
Alfred Dorfer war auch aktiv in Film und Fernsehen tätig. Seine Auftritte in verschiedenen österreichischen Produktionen wurden ebenfalls zu einem wichtigen Teil seiner Karriere. Einer der bekanntesten Filme unter seiner Mitwirkung ist „Ravioli“, der auf Elementen seines Programms „heim.at“ basiert. Dieser Film wurde ein wichtiger Teil seines Repertoires und zeigte einmal mehr seine Fähigkeit, seine Theaterideen in erfolgreiche Filmprojekte umzusetzen.
2004 startete die satirische Talkshow „Dorfers Donnerstalk“, die Alfred Dorfer gemeinsam mit Florian Scheuba und Günther Paal entwickelte. Für diese Sendung erhielten sie zusammen mit Erich Schindlecker die „Goldene Romy 2004“.
Im Jahr 2005 verfasste Dorfer das Drehbuch für die Serie „11er Haus“, die in zehn Episoden dem 50-jährigen Jubiläum des Fernsehens gewidmet war.
2007 veröffentlichte Dorfer sein erstes Buch „Wörtlich“ und spielte im Film „Der freie Wille“ mit, der auf Motiven von „Das jüngste Gericht“ basiert. Im selben Jahr verteidigte er seine Dissertation zum Thema „Totalitarismus und Kabarett“.
Bereits 2011 promovierte Dorfer mit einer wissenschaftlichen Arbeit über „Satire in restriktiven Systemen“.
Humor und Philosophie

Alfred Dorfers Humor ist satirisch und intellektuell geprägt. Sein Schaffen basiert oft auf Beobachtungen gesellschaftlicher und politischer Phänomene, auf absurden Situationen des Alltags sowie auf dem Aufbrechen von Stereotypen und den komischen Schwächen menschlichen Verhaltens.
In seinen Programmen, Stücken und Auftritten tauchen häufig Themen wie Totalitarismus, gesellschaftliche Zwänge und kulturelle Phänomene auf, und er kritisiert politische, kulturelle und wirtschaftliche Prozesse in der Gesellschaft.
Eines der Hauptmerkmale von Dorfers Humor ist seine Fähigkeit, ernste Themen mit Ironie und paradoxen Situationen zu verbinden. Er kann komplexe und heikle Themen wie Totalitarismus oder soziale Ungleichheit durch die Brille des Humors betrachten, was die Zuschauer zum Nachdenken anregt, ohne direkt sozial zu urteilen.
Alfred Dorfers Humor zeigt sich auch in seiner Fähigkeit, absurde, aber gleichzeitig überzeugende Situationen zu schaffen, in denen er menschliche Schwächen und Unvollkommenheiten verspottet. Das macht seine Auftritte nicht nur komisch, sondern auch philosophisch und regt zum Nachdenken über das Wesen menschlicher Beziehungen und sozialer Prozesse an.
Darüber hinaus enthält Dorfers Humor oft ein Element des schwarzen Humors, das es ihm erlaubt, Themen anzusprechen, die andere Komiker oder Künstler vielleicht meiden würden.
Auszeichnungen und Anerkennung

Alfred Dorfer hat für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 1992 erhielt er den Österreichischen Kabarettpreis für das Stück „Indien“, was ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere war.
2009 war er der erste Österreicher, der den Hauptpreis des Bayerischen Kabarettpreises erhielt, und 2016 wurde er mit dem Schweizer Preis „Cornichon“ ausgezeichnet.
Darüber hinaus wurde er mit dem Deutschen Kabarettpreis geehrt, was seinen hohen Stellenwert als Künstler und Humorist unterstreicht.
Seine Werke fanden nicht nur in Österreich, sondern auch über die Grenzen hinaus, insbesondere in Deutschland und der Schweiz, Anerkennung. Sein Beitrag zur Entwicklung des Kabaretts und des Theaterhumors gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dies macht Alfred Dorfer zu einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Kabarettisten im deutschsprachigen Raum.
Alfred Dorfer ist ein Künstler, dessen Werke nicht nur unterhalten, sondern auch zum tiefgründigen Nachdenken über klassische gesellschaftliche und politische Probleme anregen. Sein Schaffen umfasst ein breites Themenspektrum, von absurden Situationen bis hin zur Kritik an politischen Systemen, was ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Kabaretts und des satirischen Theaters macht. Dorfer bleibt eine wichtige Figur im Kulturleben Österreichs und des deutschsprachigen Raums und ist ein wahrer Meister des Humors und der Satire.



