Leben und Werk des legendären Komponisten Christoph Gluck

Christoph Gluck ist ein Komponist des 18. Jahrhunderts. Er ist einer der größten Vertreter des musikalischen Neoklassizismus. Dieser Mann hat einen großen Beitrag zur Entwicklung der Musik geleistet, schreibt viennatrend.eu.

Glucks Kindheit und Jugend

Christoph wurde 1714 in Erasbach in eine einfache Familie geboren. Sein Vater arbeitete als Jäger, während seine Mutter Hausfrau war und sich der Erziehung des Sohnes widmete. Schon in jungen Jahren zeigte der Knabe Interesse an der Musik. Sein Vater war jedoch gegen die Leidenschaft des Kindes, da er wollte, dass der Erstgeborene in seine Fußstapfen tritt.

Im Alter von 12 Jahren trat Christoph in das Jesuitenkolleg in Komotau ein. An der Bildungseinrichtung studierte der Junge Latein und Griechisch, antike Literatur und Mathematik. Neben den Hauptfächern widmete der junge Mann dem Spiel auf Geige, Klavier und Orgel besondere Aufmerksamkeit. Nach Abschluss des Kollegs beschloss Christoph, seine Ausbildung fortzusetzen.

1732 inskribierte er an der Pariser Universität an der philosophischen Fakultät. Die Eltern waren über diese Entscheidung des Sohnes bestürzt und entzogen ihm die finanzielle Unterstützung. Christoph ließ sich jedoch nicht beirren: Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, begann er, mit verschiedenen Wanderensembles zu musizieren. In seiner Freizeit sang Gluck auch im Chor der Kirche des Heiligen Jakob. Dort lernte er den Komponisten Bohuslav Černohorský kennen, der ihn in die Grundlagen der Komposition einführte.

Wahrscheinlich nahm er sich seinen Lehrer zum Vorbild und begann, selbst zu komponieren.

Erste Schritte in der Musik

Bald darauf fanden sich die Eltern doch mit der Wahl ihres Sohnes ab und versöhnten sich mit ihm. Danach wurde Gluck Sänger in der Kapelle und Kammermusiker im Wiener Palais des Fürsten Lobkowitz. Diese Periode markiert den Beginn seiner schöpferischen Laufbahn als Komponist.

Im Jahr 1737 reiste Christoph auf Einladung des italienischen Magnaten Antonio Melzi nach Mailand. Hier übernahm er die Stelle eines Kammermusikers in Melzis Hauskapelle. Bald darauf lernte der zukünftige Komponist Giovanni Sammartini kennen, der ihm half, sein Spiel auf allen Musikinstrumenten zu perfektionieren.

Insgesamt hatte die italienische Opernschule einen bedeutenden Einfluss auf Glucks Zukunft als Komponist.

Während seines Aufenthalts dort schrieb er seine erste Oper – „Artaserse“, die 1741 während des Karnevals dem Publikum vorgestellt wurde. Alle waren von diesem Werk begeistert. Schon bald erhielt der junge Komponist Aufträge für neue Werke. Nachdem er so in Italien eine gewisse Popularität erlangt hatte, konnte Gluck sich seine Arbeit nach Belieben aussuchen.

Karriereentwicklung

Im Jahr 1752 heiratete Gluck und zog nach Wien, wo er die Position des Konzertmeisters und später des Kapellmeisters am fürstlichen Hof übernahm. In dieser Zeit waren seine beliebtesten Werke das Ballett „Don Juan“ und die Oper „Orfeo ed Euridice“.

Bald erklangen seine Werke bei den größten Wiener Veranstaltungen. 1754 wurde bei einem der Wiener Feste die Oper „Les Chinoises“ vorgestellt. Trotz des großen Erfolgs in der österreichischen Hauptstadt beschloss der Komponist, seinen Weg fortzusetzen.

Im Jahr 1756 fand in Rom die Premiere seiner Oper „Antigono“ statt. Die Aufführung war so erfolgreich, dass Papst Benedikt XIV. den Maestro an seinen Hof einlud, um ihn zum Ritter vom Goldenen Sporn zu schlagen. Von da an achtete Christoph mehr auf seinen Status. Auf der Suche nach Abwechslung experimentierte er und schuf eine Reihe neuer, einzigartiger Werke, von denen jedes die Zuhörer verzauberte.

1761 schuf Gluck in Zusammenarbeit mit einem berühmten Choreografen die Ballettinszenierung „Don Juan“ im Genre der Pantomime. Dieser einzigartige, innovative Ansatz wurde vom Publikum geschätzt, und die Popularität des Komponisten wuchs noch weiter. Fast sein ganzes Leben lang lebte und wirkte Christoph Gluck in Wien und Paris.

Im Jahr 1787 verstarb der legendäre Komponist und hinterließ der Nachwelt ein großes Erbe. Seine Musik hat die Jahrhunderte überdauert und lebt bis heute weiter.

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