Wien ist eine Stadt, in der eine Vielzahl weltberühmter Musiker geboren wurde. Einer von ihnen ist Joseph Haydn – ein talentierter Musiker und Komponist, der die Grundlagen der klassischen Musikschule legte und den Orchester- und Instrumentalstandard etablierte. Es wird auch angenommen, dass Joseph Haydn die musikalischen Gattungen der Symphonie und des Quartetts schuf, schreibt viennatrend.eu.
Die Jugend des großen Komponisten

Joseph wurde am 31. März 1732 in der Gemeinde Rohrau geboren. Sein Vater war Wagner von Beruf, seine Mutter Köchin. Es war der Vater, der Joseph die Liebe zur Musik vermittelte. Die Natur schenkte dem Jungen ein gutes Gehör und ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl. Diese musikalischen Fähigkeiten ermöglichten es ihm, im Kirchenchor von Hainburg zu singen. Bald darauf wurde Joseph in die Chorkapelle des Stephansdoms in Wien aufgenommen. Als der Junge 16 Jahre alt wurde, musste er den Chor verlassen und verlor damit seinen Lebensunterhalt. Der Grund dafür war sein Stimmbruch.
In diesen schwierigen Umständen begann der junge Mann, jede noch so schwere Arbeit anzunehmen. Der Gesangsmeister Nicola Porpora nahm den Jungen als Diener bei sich auf. In dieser Zeit begann Haydn, sich für Musik zu interessieren und bei Porpora Unterricht zu nehmen. Bald bot der berühmte Komponist dem jungen Mann an, sein persönlicher Begleiter und Kammerdiener zu werden. Diese Position hatte Joseph über 10 Jahre inne. Nicola behandelte seinen Begleiter gut, zahlte ihm ein anständiges Gehalt und unterrichtete ihn kostenlos in Musiktheorie. Auf diese Weise erlernte Haydn viele wichtige Grundlagen in verschiedenen Bereichen.
Im Jahr 1751 schrieb Haydn seine erste Oper „Der krumme Teufel“. Später verbesserte sich Josephs finanzielle Lage, und seine ersten kompositorischen Werke wurden vom Publikum positiv aufgenommen. Er wurde von der Musik besessen, liebte es, Neues zu lernen und Klaviersonaten zu analysieren. Ohne Müdigkeit zu spüren, komponierte Joseph bis tief in die Nacht.
Karriere als Komponist

Im Jahr 1760 begann der Komponist seine Arbeit als zweiter Kapellmeister am Hof der Familie Esterházy. Er unterzeichnete einen Vertrag mit ihnen für ganze 30 Jahre. Während dieser Zeit komponierte er über 100 Symphonien für die Familie Esterházy. Joseph verließ den Hof erst nach dem Tod des Fürsten.
Die Lieblingsgattung des Komponisten war die Symphonie, der er viel Aufmerksamkeit widmete. In den 60er und 70er Jahren des 18. Jahrhunderts schrieb er mehrere legendäre Kompositionen – Nr. 44, Nr. 49, Nr. 45. Diese Werke brachten Haydn einen beispiellosen Erfolg, und bald wurde sein Name über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Eine Pariser Konzertgesellschaft bestellte bei Haydn 6 Symphonien. Nach Erfüllung dieses Auftrags nahm der Komponist einen weiteren aus Spanien an. Nach einiger Zeit wurden Josephs Werke in London und Neapel veröffentlicht. Es ist erwähnenswert, dass Haydn nicht nur ein musikalisches Genie war, sondern auch für viele ein guter Freund. Dies verband ihn insbesondere mit Mozart. Die beiden Männer stritten nie; sie unterstützten sich gegenseitig in den schwierigsten Momenten. Mozart sagte, dass Haydn ihm die Methode zur Komposition von Streichquartetten beigebracht habe, und um seinem Freund zu danken, schuf er ihm zu Ehren 2 Werke.
Im Jahr 1791 wurde Joseph zu einer Tournee nach England eingeladen. Gemäß der Vereinbarung sollte er 6 Symphonien schreiben und sie in London aufführen. Außerdem musste er eine Oper und 20 weitere Werke schaffen. Der Komponist verbrachte eineinhalb Jahre in London, wo er beispiellosen Erfolg hatte. In dieser Zeit schrieb er fast 300 Werke, wofür ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford verliehen wurde.
Privatleben

Mit 28 Jahren heiratete Joseph Maria Anna Keller. Diese Ehe brachte ihm nur Leid. Seine Frau warf ihm vor, einen unanständigen Beruf zu haben. Während der 40 Jahre ihres gemeinsamen Lebens hatte das Paar weder Glück noch Kinder.
Das Schicksal wollte es, dass Joseph in späteren Jahren im Theater die junge, schöne, 19-jährige Schauspielerin Luigia Polzelli traf. Er verliebte sich so sehr in das junge Mädchen, dass er ihr das Versprechen gab, sie zu heiraten, es aber nicht hielt. Luigia war nur aus Eigennutz mit Joseph zusammen.
Im Jahr 1809 verstarb Joseph Haydn. Er hinterließ ein großes Erbe: 108 Symphonien, 52 Klaviersonaten, 83 Streichquartette, 46 Klaviertrios, 14 Messen, 24 Opern und die Melodie der heutigen deutschen Nationalhymne.



